{"id":1477,"date":"2024-12-26T05:00:47","date_gmt":"2024-12-26T05:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/andreashansche.de\/?p=1477"},"modified":"2024-12-26T12:39:17","modified_gmt":"2024-12-26T12:39:17","slug":"grausamkeit-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreashansche.de\/?p=1477","title":{"rendered":"Grausamkeit (2023)"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Corona-Zeit hat eine Mehrheit des Volkes den Staat erm\u00e4chtigt, grausam zu sein. Das Motiv war Angst, die eine bedingungslose Angstteilnahme vom N\u00e4chsten verlangt und grausam gegen die ist, die die Angst nicht teilen.<br \/>\nJemanden zu zwingen, eine Maske zu tragen, sich testen zu lassen oder im schlimmsten Fall, sich impfen zu lassen ist grausam, wenn der zu Zwingende weder Angst hat, noch die Notwendigkeit eines Schutzes teilt.<br \/>\nSto\u00dfe sie aus, sollten sie es wagen auch noch \u00f6ffentlich dar\u00fcber zu diskutieren.<br \/>\nGrausamkeit ist die Haltung, die gebraucht wird, um etwas weg zu machen, es zu vernichten. Hier: die Angstfreiheit, die die eigene Angst l\u00e4cherlich macht.<br \/>\nMit der Erm\u00e4chtigung nach oben war es unten gestattet selbst gegen seinen N\u00e4chsten grausam zu sein.<br \/>\nJedoch handelte es sich hier nur um die Simulation von Gefahr und ihre Bew\u00e4ltigung die Simulation einer L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Grausamkeit ist ein Mittel der Art-Erhaltung. Wer die Angst der Gruppe nicht teilt, ist eine Bedrohung.<br \/>\nDie andere Gruppe, die get\u00f6tet werden mu\u00df, weil die Ressourcen nicht reichen.<br \/>\nIn den Wohlstandsgesellschaften ist die offene Grausamkeit eingeschlafen oder wird nur als Randph\u00e4nomen betrachtet.<br \/>\nMit den gro\u00dfen kollektiv wirkenden \u00c4ngsten ist sie wieder da. Demokratie und Zivilisation treten in einen archaischen Modus zur\u00fcck.<br \/>\nNiemand will grausam sein. Grausamkeit versteckt sich hinter Verordnungen deren Erf\u00fcllung einen Modus rechtschaffenden Handelns in einem Gro\u00dfenGanzen simuliert.<br \/>\nPl\u00f6tzlich gilt das Individuum in seiner Gewissens- und Entscheidungsfreiheit nicht mehr.<\/p>\n<p>Mit dem \u00dcberfall Ru\u00dflands auf die Ukraine tritt offene Grausamkeit in unmittelbarer Nachbarschaft an uns heran. In tausenden Videos ist zu sehen, was es hei\u00dft, wenn Krieger mit modernen Waffen aufeinandertreffen. Wer es sehen will, kann es sehen. F\u00fcr die mei\u00dften Zuseher jedoch wird das Grausame ausgeblendet und der Krieg dort versinkt im Rauschen.<\/p>\n<p>Der sich beschwerende Pubertierende, dem der Protest das erste Mal kraftvoll \u00fcber die Lippen kommt nach den m\u00f6glichen Dem\u00fctigungen der Kindheit. Die sich wegduckenden Erwachsenen, m\u00f6glicherweise voller Schuldgef\u00fchle. In diese Gemengelage dringt ein 15j\u00e4hriges, wenig weiblich entwickeltes M\u00e4dchen, was mit der Welt aushandelt, was es mit den eigenen Eltern tun m\u00fc\u00dfte.<br \/>\nDas Recht des Opfers, nicht differenzieren zu m\u00fcssen, f\u00fchrt an die Grenze, wo Protest Grausamkeit wird. Das ha\u00dfverzerrte Gesicht hat kein Mitleid mit der Welt. Wer je geglaubt hat, es ginge um Klima und Umweltverschmutzung, wird von der Kufiya, die sie nun tr\u00e4gt eines Besseren belehrt. Wie konntet ihr nur eine Sekunde dieses Kind ernst nehmen?<br \/>\nWenn respektabler Zorn (gegen die Eltern!) in Ha\u00df (gegen die ganze Welt) umschl\u00e4gt, verliert dieses Kind sein Recht, da\u00df man ihm zuh\u00f6rt. Denn eigentlich will sie die Vernichtung der Welt. Das Infantile, das bis weit in die Erwachsenenwelten reicht, wird in seiner Gleichg\u00fcltigkeit allem wirklichen Leid gegen\u00fcber grotesk, bevor es grausam wird.<br \/>\nDie Proteste gegen Israel sind voll gleichg\u00fcltiger Blindheit gegen\u00fcber dem ausge\u00fcbten Sadismus und der Mordlust der Hamas.<\/p>\n<p>Was am siebten Oktober in Israel geschah, ist kein Krieg und wenn, dann einer, der nur aus Kriegsverbrechen besteht, weil die M\u00f6rder keine Soldaten angegriffen haben, sondern Unschuldige.<\/p>\n<p>Grausamkeit ist seit dem letzten gro\u00dfen Krieg aus den westlichen Gesellschaften sowohl als staatliche als auch \u00f6ffentliche Handlungsoption verschwunden. Dies galt als Fortschritt, n\u00e4mlich da\u00df sie durch zivile Umgangsformen ersetzt wurde.<\/p>\n<p>Mit der Einwanderung von Menschen aus archaisch gepr\u00e4gten Gesellschaften hat sich dies ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Durch die Vernetzung der Nachrichtenlage, ihre Verdichtung, gelangt das \u00f6ffentlich ausge\u00fcbt Grausame zu uns.<\/p>\n<p>Die Grausamkeit der staatlichen Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie war zum Teil nur m\u00f6glich, weil sich unsere Gesellschaften schon auf einem R\u00fcckzug aus der Zivilit\u00e4t befanden.<\/p>\n<p>Eine R\u00fcckkehr scheint unm\u00f6glich, da die destruktiven Zust\u00e4nde in den westlichen Gesellschaften eher zu- als abnehmen. Also werden wir uns gew\u00f6hnen m\u00fcssen. Sich abzuwenden wird wenig helfen.<\/p>\n<p>Rom ist in einem langen Prozess durch das Christentum zivilisiert worden. Er dauert bis heute an, mit gewaltigen R\u00fcckschl\u00e4gen. Wir werden uns entscheiden m\u00fcssen, ob wir diesen Prozess fortsetzen oder nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Corona-Zeit hat eine Mehrheit des Volkes den Staat erm\u00e4chtigt, grausam zu sein. Das Motiv war Angst, die eine bedingungslose Angstteilnahme vom N\u00e4chsten verlangt und grausam gegen die ist, die die Angst nicht teilen. 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