Der Vietnam-Komplex (2022)

(Vietnam)
Nicht Mitleiden (täuscht euch nicht)
Die Angst zwingt zum Wegsehn
Wir bluten aus den leicht vergeßnen nie vergeßnen
Uralten Wunden. Das letzte Gefecht ist
Das erste. Die Schreie verbrauchen die Luft
Zurückgeworfen von übervielen tauben Trommelfellen
Wer da noch hört: reiß die Ohren auf
Bewege Hände, Beine, atme
Gegen den Schnee! Reiß den neben dir
Aus dem tödlichen Schlaf. Es ist nicht Vietnam
Hörst Du
Es ist nicht Vietnam

Inge Müller

Siebenundzwanzig Jahre lebte ich in einer Diktatur, dazwischen ein halbes Jahr Jahr ohne Macht und fast zweite siebenundzwanzigste Jahre in einer von mir insofern frei empfundenen Gesellschaft, als daß sich niemand in mein Leben eingemischt hat.
Kommunistische Funktionäre und westliche Linke waren für mich verschiedene Dinge. Inzwischen sehe ich kaum einen Unterschied. Hier ist über die Zeit etwas zusammengewachsen, was lange nicht zusammengehören zu schien; die einen waren den anderen zu dogmatisch, die anderen den einen zu undiszipliniert. Die Beherrschten im Sozialismus wehrten sich mit Trägheit gegen die Direktiven, besonders erfolgreich in Ländern wie Polen, wo man das schon gegen andere Fremdherrschaften geübt hatte. Eine Verkehrung scheint Wirklichkeit geworden zu sein: Nach links gewendete Regierungen üben sich in Trägheit und gleichen das durch Ideologie aus, während die Bevölkerung versucht ihr Leben zusammenzuhalten. Je mehr Ideologie, desto weniger Tat, aber die anderen, die die noch tun, sollen auch nicht tun oder sie sollen abgeben, was sie sich durch Tun erarbeitet haben. Es ist der Wille, die Menschen um sich herum nach seiner Vorstellung prägen zu wollen.

Ein Sklave kann sagen, Herr gib mir mehr zu essen, dann kann ich auch besser arbeiten. Das gilt für jeden, der abhängig beschäftigt ist, der nicht einfach sagen kann, ich lasse den Hammer fallen. Und doch hat sich der Raum für diese Entscheidung vergrößert, aber die, die solche Entscheidungen treffen könnten, nutzen diesen Raum nicht, den sie füllen und damit vergrößern könnten.
Für mich ergibt sich daraus eine Entscheidungssituation. Daß ich nämlich zuerst tätig werden muß, wenn ich diesen Raum vergrößern möchte. Ich muß selbst nach einer für mich geeigneten Bewegungsform suchen, da tätig zu werden. Niemand wird das für mich tun.
Wer soll zuerst tätig werden, ich oder die anderen?
Ein Aktivist oder Funktionär, der fordert, die anderen sollen etwas tun, damit anderen etwas ermöglicht werde, schafft sich eine bequeme Position in einem Raum, in dem er das, was er für sich nicht tut, von anderen fordert. Er füllt die Lücke einer selbsttätigen Handlung, die der Einzelne tun müßte. Die Aktivitäten von Funktionären, die so heißen, weil sie eine Funktion menschlichen Handels erfüllen, ohne die Konsequenz die ein ganzer Mensch tragen muß, sie sind die Lücke, die die Angst des Einzelnen sich nicht traut zu überwinden.
Sie sagen, laß den Hammer fallen und wenn der Arbeiter sagt, aber wenn ich ihn fallenlasse hat meine Familie nichts mehr zu essen.
Lange habe ich Linke mit der Arbeiterbewegung gleichgesetzt.
Arbeiterbewegung ist das Handeln mit dem Potential des Hammerfallenlassens, was das Leben der Arbeiter versucht zu verbessern. Zwar haben Linke die Arbeiterbewegung ideologisch und politisch okkupiert (Marxvs Lasalle) aber die Arbeiterbewegung ist im Kern konservativ, auf Erhalt bedacht, denn nur das Erhaltene kann mehr Lohn zahlen.
Es ist eine sehr eigenartige Eigenschaft, von anderen zu verlangen, was sie zu ihrer Befreiung tun sollten, was man selbst nicht leistet. Der Raum wo der Hammer fällt als intellektueller Spekulationsraum. Die Linke ist der klassische Zustand des unzufriedenen Nicht-Handelns und des Erwartungs-Zwangs, daß andere das tun müßten. Nach Oben sowie nach Unten. Als Menschenbild ergibt sich daraus eine beherrschende Welt, die böse und eine beherrschte, die dumm ist.
Sind Linke an der Macht, bleibt das Böse als „Der Feind“, „Das Klima“, „Der alte weiße Mann“, die abschätzige Haltung gegenüber den „Opfern“ für die man da ist ebenso.

Die Ignoranz Linker gegenüber dem souveränem Akt eines Volkes, die Bedrohung seiner Existenz korrespondiert mit der Verdrängung dessen, daß die meißten kommunistischen Diktaturen von Massenmördern angeführt wurden. Eine Verdrängung ins kollektive (und auch historische) Unbewußte der Linken.
Die Linke, besonders in Deutschland fand sich nach den Schocks, ausgelöst durch Chrustschows Geheimrede neu im Protest gegen den Krieg in Vietnam. Die USA unterstützen das südvietnamesische Regime, das nicht allein in der Lage war, sich gegen den hybriden Krieg, den die nordvietnamesische Armee über den Ho-Chi-Minh-Pfad gegen Südvietnam führte, zu wehren.
Der Protest gründete sich auf die Legitimität des nordvietnamesischen Krieges und die Illegitimität des südvietnamesischen Regimes. Es gab Verträge, die die Souveränität beider Staaten und die Grenze dazwischen garantierten. Gebrochen wurden diese durch Nordvietnam.
Eigentlich richtete sich der Protest in Deutschland eindeutig gegen die Amerikaner. Es war der willkommene Anlaß einer nachfolgenden Generation von reeducateten Kriegsverlierern, aus der letzten Schulbank amerikanisch-britischer Demokratieerziehung zu pöbeln. Das Pöbeln richtete sich auch gegen die aus dieser Schulbank schon entlassene ältere Generation.
Daß Ho-Chi-Minh im Zuge der Landreformen ca. 10000 Menschen ermorden ließ, hat die Linke verdrängt. Im Grunde die Wiederholung der Fehlleistung vorheriger Generationen bezüglich Stalins.
Die Fehlleistung gründet sich aus dem Prinzip, daß der Feind meines Feindes mein Freund ist. Die grundsätzliche Feindseligkeit Linker eigentlich gegen alles, was nicht so denkt, wie sie, versteckt sich hinter dem Wort Kritik.
Die Linke sucht immer wieder nach neuen Gruppen, mit denen sie sich identifizieren kann.
Im neunzehnten Jahrhundert okkupierte die marxsche Richtung die deutsche Arbeiterbewegung und verdrängte den lassallschen Pragmatismus. In immer wieder neuen ideologischen Kämpfen gegen den Revisonismus genannten Pragmatismus, versuchte die Linke, die Arbeiterbewegung zu dominieren. Dabei war dieser durchaus erfolgreich, im Kaiserreich, weniger in Weimar, viel mehr in der Bundesrepublik. Der pragmatische Weg, möchte eine besseres Leben für die Arbeiter, der ideologische eine Zerstörung der Wirtschaft, des Staates, dessen Übernahme am Ende. Meistens ohne Erfolg. (Hier wäre einzufügen, daß auch der Nationalsozialismus zur Linken gehört, mit einer besonderen Zerstörungswut) Es ist ein Irrtum, die Linke mit der Arbeiterbewegung gleichzusetzen. Die Linke sah sich als erzieherische Avantgarde der Arbeiter, heute als die der restlichen Bevölkerung, nämlich derer, die schwarz, migrantisch oder sonst irgendeine minderheitliche Identität besitzen.
Ihr Haß auf bestehende Verhältnisse, ihr Eifer, daß sich unbedingt alles ändern müsse und daß dies in jeden Kopf geprügelt gehöre, hat vielleicht seine Ursache in einem Mißfallen daran, aus den Gegebenheiten einer Situation heraus zu arbeiten. Es gibt keine erfolgreiche Arbeit, die nicht auf etwas aufbauen kann. Ohne Tradition kein Fortschritt. Alles umzustürzen, bei Null anfangen zu wollen, ist eine Allmachtsphantasie. Möglicherweise kommt sie aus dem Gefühl einer Ohnmacht, einer Lähmung angesichts der Begrenzung von Möglichkeiten. Und aus Mangel an Phantasie, einem fehlenden Vorstellungsvermögen, das aus Vorhandenem baut. Man schaue sich nur an, wie groß die Diskrepanz zwischen der Lebenswirklichkeit und dem ideologischem Getön in Diktaturen ist, wo die Linke an der Macht ist.
Da das vietnamesische Volk, das unter dem Terror der amerikanischen Armee leidet. Der Terror der Vietminh dagegen war nicht sichtbar, dort gab es keine Korrespondenten.
Sie sucht diese Identifizierungsgruppen immer wieder neu, da diese sich oft nicht so verhalten, wie gewünscht. Sie stiehlt sich aus einem Identifikationsraum hinweg, wenn die klare Freund-Feind-Geografie sich aufzulösen droht. Wobei die Gründe selten aufgearbeitet werden. Die, die das tun, sind oft nach inneren Auseinandersetzungen keine Linken mehr.

Die Ablehnung dessen, daß sich die Ukraine tapfer und resolut verteidigt, kann durchaus mit einem Blick in das kollektive Unbewußte der Linken erklärt werden. Nämlich die unkritische Haltung gegenüber den Mördern Lenin, Mao, Pol Pot, Stalin, Che Guevara, Trotzki, nun in eine ignorant-kritische gegenüber den Ukrainern verwandelt wird. Die Negation einer Übertragung. Die Leerstelle der fehlenden Kritik da, wird hier und heute gefüllt. Ein weiterer Antrieb ist der Haß auf die Amerikaner, das haben (besonders die deutschen) Linken tief verinnerlicht. Im Grunde ist es der Haß auf die Freiheit, die Infragestellung des eigenen Weltbildes, vielleicht sogar ein Nichtzugebenwollen eines gescheiterten Lebens.

Das Streben nach Glück (ursprünglich: 2018)

In Deutschland scheint alles Streben zum Erliegen herunterzukommen. Das Streben nach Glück – gab es das je in D? Streben nach Erfolg und der Freude, die sich einstellt nach Arbeit & Mühe. Streben nach Wissen: Warum?. Streben nach Schönheit & Liebe. Streben nach Arbeit und Erschöpfung und der Leere, aus der Erfüllung wächst. Streben nach dem, was passiert, wenn man nicht mehr streben muß. Streben nach seinem Tod.

Beschreibung eines Kampfes

Der Übermensch Nietzsches hat nichts mit einem Herrenmenschen gemein, sondern ist der Einzelne, der über sich selbst hinaus wächst. Dieser Kampf findet im Individuum statt und braucht keine anderen.

Kafka wußte das und seine Literatur ist die Beschreibung dieses Kampfes zeitlebens. Seine Angst, diesen Kampf zu verlieren – ist sie (s)eine Todesursache?

Aber ohne diese Angst kann man nicht kämpfen.

Die Philisterfrage

Die Philister zogen gegen die Häuser der Israeliten und erschlugen ihrer Tausende. Sie schändeten Frauen und töteten sie auf grausame Art. Sie verbrannten Kinder lebendigen Leibs und Alte und Kranke. Gegen Krieger zogen sie nicht, aber sie rühmten ihre Taten, als wären sie Krieger gewesen, die gegen Krieger gezogen wären.
Wo sind unsere Krieger, fragten die Frauen und Alten bevor sie starben und jene welche die Philister in ihr Land verschleppten.
Die Israeliten weinten ob ihrer Toten und ihre Krieger nahmen ihre Rüstungen und Schwerter und zogen gegen die Philister.
Aber diese versteckten sich mit ihren Waffen hinter den Röcken ihrer Weiber und Kinder.
Die Israeliten brannten die Häuser der Philister nieder und trieben sie vor sich her, die Weiber und Krieger zu scheiden. Ihr wollt uns töten, also kämpft auch gegen uns und versteckt euch nicht, sprachen die Israeliten. Sehet, wie die Israeliten uns alle vernichten wollen, sprachen die Philister zu den anderen Völkern rings und zeigte auf ihre toten Weiber und Kinder und ihre verbrannten Häuser.
Am Ende lagen gebunden und tot viele Philister ihrer Männer und Frauen und Kinder.
Was sollen wir mit ihnen tun, fragten sich die Israeliten, wir haben sie besiegt, aber wir müßten alle töten, daß sie uns nichts mehr täten.

Querdenken

Was ist der Unterschied zwischen einem, der sich querstellt und einem Kritiker? Zunächst handelt der der sich querstellt eher instinktiv, der Kritiker eher rational. Oft handelt ein Kritiker zunächst instinktiv und sucht eine rationale Erklärung dafür, warum er sich quergestellt hatte.
Ein Quersteller, der sich allein von Vorurteilen, Ressentiments, der Unbelehrbarkeit der eigenen Meinung leiten läßt, läuft Gefahr zu glauben, daß sich sein Gegenüber, seine Umwelt gegen ihn verschworen hätte. Dieses in erweiterte Sphären zu projizieren, ist ein Weg in die Verschwörungstheorie.
Wer austeilt, muß auch einstecken können!: ist mehr als Reflex oder Muster, es ist oft harte emotionale und geistige Arbeit. Leicht dagegen ist das sich Vergewissern eigener Ressentiments bei anderen. (!Nicht immer, aber der Impuls ist Entlastung!)
Wie aus einem inneren Glauben heraus, scheint das eigene Ressentiment zu bestätigen, was die wahrste Wahrheit ist. Es ist fast die zutiefst im Innern gefühlten Wahrheit. Weswegen die Wahrheit auch als Schneide beschrieben wird. Die Unschärfe folgt dem Gebrauch und ist gleich nebenan.
Rilkes Überstehn statt Siegen ist keine Handlungsanweisung für Passive, sondern die Erfahrung des Kampfes des Handelns gegen die Wirklichkeit.

Nachtrag zum 8. März

Frauen haben es schwerer, sie müssen sich entscheiden ob sie ein Leben mit männlicher Berufslaufbahn und ohne Kinder oder ein Leben mit Kindern und unterstützendem Vater wollen. Das Letztere bedeutet kein Leben ohne berufliche Arbeit, aber ein eingeschränktes, was Verdienst & Verantwortung betrifft.
Versuchen Frauen beides, werden sie viel Kraft brauchen und wenig Klage. Manche schaffen das, Kinder, eine lebenslange Ehe und sind Ingenieurinnen oder Ärztin.
Aber viele arbeiten in Berufen, in denen das naturbedingte häufige Fehlen, während die Kinder klein sind, nicht allzu negativ bewertet wird. Dennoch sind die Kinder die Leidtragenden und verzichten Frauen auf Kinder, bereuen das viele im Alter.
Bindung (Kinder) kann nur durch Bindung (Ehe) gewährleistet werden, denn die Öffentlichkeit ist kein Mutterersatz.
Möglicherweise rächt sich die fehlende Mutterliebe im Alter, Kinder schieben ihre Eltern ab, so wie sie einst selbst abgeschoben wurden.
Und sicher sind viele, die ein Frauenleben ohne Ehe und Mutterschaft propagieren, durch ein Erbe versorgt, das oft aus einem klassischen Familienleben stammt.
Die Gewinner der Frauenbewegung(en) sind nicht die Frauen und auch nicht die Kinder.
Auch der liebevollste Vater wird nicht Mama ersetzen können, ein Wort, so wie es ein Kind in Not oder Glück ausspricht.

Der Giraffenhals des verkürzten Denkens

Alle paar Jahrzehnte geistern die Gedanken Lamarcks, Mitschurins und Lyssenkos in neuen Farben und Formen aus ihren Gräbern hervor. Daß Giraffen lange Hälse haben, weil sie ihre Köpfe nach den höchsten Trauben recken. Zebras vererben ihr Recken und nach ein paar Generationen sind es Giraffen und die Existenz des Zebras ist nur eingebildet.
Brecht hat in Gedanken versucht, die Hirse dahingehend zu erziehen, daß sie ihre Frostfurcht ablegt, schon der Schönheit des Gedichtes wegen.
Auch das Geschlecht kann wieder aberzogen werden, sagt Frau Butler, die die Mörder mehr liebt, als ihre Herkunft.

Tribalismus

Vielleicht ist die entdeckte Welt zu groß für den Einzelnen, der im Begriff ist, die Familie zu verlieren. Die Welt ist nun überall, weltweit. Für das wirklich Interessante, nämlich sich in der neuen Weite zu orientieren hat er keine Zeit oder keine Lust oder es fehlt die Muße. Also sucht er die anderen, die (nicht) so sind wie er im Kampf gegen die anderen.

Der alte Tribalismus, der uns im Blute steckt war der Zusammenschluß gegen die Welt des Unbekannten, gegen die unbekannte Welt. Nun nehmen wir diesen zu jenem und werden uns unbekannt.

Todessehnsucht ohne Paradies

Der Grund des Hasses auf Juden seitens des Islam ist Beschämung. Jemand, der so ähnlich und doch anders ist, muß weg. Neid und Beschämung sind in einem archaischen Verständnis tödliche Beleidigungen. Israel beleidigt alle, die nicht so erfolgreich sind.
Dies gilt auch für die Linken. Die westlichen Leistungs- und Lebensverweigerer, gescheitert am Grundverständnis des Daseins (nämlich da zu sein), fühlen sich in ihrer Todessehnsucht zu dieser Himmelfahrtsreligion hingezogen.
Beide eint der Furor auf alles, was nicht so denkt, ein Totalitarismus des Clans im Islam, ein Totalitarismus des eigenen Daseins ohne Glück und Unglück, der ohne die Bestätigung der Gruppe ein elendes Dasein führen würde, in das Totenreich der Psychopathen führen würde.
Aber in irgendeiner Vorhölle scheinen sich beide zu befinden, wie sonst ist die Reaktion auf Qual und Mord so vieler Unschuldiger nachzuvollziehen?
Die einen mit Beifall, die Linken spielen über Bande indirekter, vernebelnder Vergleiche, was schon immer ihr Diskursschema war.
Ein Pogrom führt zum nächsten, denn der Unschuldige ist schuldig und muß vernichtet werden.
Glaubt der Moslem an das Paradies? Wenn ja, dann könnte er doch entspannt leben, wie ein Christ oder ein Jude? Dann wäre er doch nicht so leicht zu beschämen. Dann müßte er weder morden, noch die bejubeln, die das tun.
Die Todessehnsucht, die dem Islam inhärent ist, ist das Gegenstück zu dem Zwang der Unterwerfung, die Kontrolle, der der Einzelne in dieser Religion unterworfen ist.
Die Moderne hat Juden und Christen größtenteils von diesem Zwang befreit, jedenfalls als Möglichkeit. Mit Folgen im Westen, die für Moslems wirtschaftlich anziehend, aber spirituell verachtenswert sein müssen.
Israel steht zwischen den Welten, es ist tribal und modern, Kollektiv und Individuum, religiös und rational. Es zeigt beiden Welten ihre Möglichkeiten, dem Westen, daß Kampf und Demokratie kein Widerspruch sein müssen, dem Islam, was die Aufgabe der Unterwerfung möglich machen kann.
Aber es scheint so, daß Teilen der islamischen Welt Zwang und Tod näher sind, als Leben und Freude.